Überzüchtung bei Hunden: Was ist das, warum ist sie gefährlich und wie erkennt man sie?

Wenn du auf der Suche nach einem Hund bist, hörst du oft, dass man vor sogenannter „Überzüchtung“ aufpassen sollte. Aber was bedeutet das eigentlich, und warum ist es gefährlich? In diesem Artikel erklären wir, wie es dazu kommt und worauf du achten solltest.

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Wohlfahrt

10 Februar '26 1 Min Lesezeit

Überzüchtung bedeutet, dass Hunde innerhalb einer kleinen Gruppe – zum Beispiel innerhalb einer Familie oder eines bestimmten Rassetyps – immer wieder miteinander verpaart werden. Das geschieht häufig, um bestimmte äußere Merkmale (wie eine spezielle Fellfarbe oder Kopfform) oder Eigenschaften (wie Jagdtrieb) zu erhalten oder zu verstärken. Wenn dies jedoch zu häufig passiert, werden die Hunde genetisch immer enger miteinander verwandt. Dadurch steigt das Risiko für gesundheitliche Probleme, da schädliche Gene häufiger vorkommen und weitervererbt werden.

Was ist Inzucht?

Inzucht ist im Grunde eine extreme Form der Überzüchtung: Dabei werden Hunde miteinander verpaart, die sehr eng verwandt sind, wie zum Beispiel Bruder und Schwester oder Elternteil und Nachwuchs. Früher wurde Inzucht teilweise bewusst eingesetzt, um Rassen „rein“ zu halten. Dies hat jedoch oft schwerwiegende Folgen, wie erbliche Krankheiten, eine verkürzte Lebenserwartung und Fruchtbarkeitsprobleme. Bekannte Beispiele sind Hüftdysplasie bei Schäferhunden oder Atemprobleme bei Möpsen aufgrund ihrer flachen Schnauze.

Inzucht führt zu Krankheiten und Schwäche

Überzüchtung und Inzucht können zu schwächeren Hunden führen, die anfälliger für Krankheiten sind, mehr Schmerzen haben und eine geringere Lebensqualität aufweisen. Glücklicherweise gibt es heutzutage strengere Vorschriften, und viele Züchter sind sich der Risiken bewusst. Sie nutzen genetische Tests und verpaaren Hunde, die nicht miteinander verwandt sind – oder sogar Hunde aus unterschiedlichen Rassen –, um gesündere Würfe zu erhalten. Dennoch kommt Überzüchtung weiterhin vor, insbesondere bei beliebten Rassen oder bei sogenannten „Vermehrern“, die vor allem auf Gewinn aus sind.

Vermeide den Kauf eines überzüchteten Hundes!

Informiere dich gründlich über die Rasse, die du kaufen möchtest, damit du weißt, welche erblichen Probleme auftreten können. Kaufe niemals einen Welpen ohne Stammbaum oder ohne Gesundheitsuntersuchungen. Bitte den Züchter um Einsicht in die Stammbäume der Elterntiere und prüfe, ob diese nicht zu eng miteinander verwandt sind. Frage außerdem nach den Ergebnissen genetischer Tests. Entscheide dich bevorzugt für einen Züchter, der einem anerkannten Rasseverband angeschlossen ist, wie zum Beispiel dem Raad van Beheer in den Niederlanden. Ein guter Züchter spricht offen über Gesundheitstests und stellt dir die Elterntiere des Welpen gerne vor.

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